Bava Metzia 22

Kapitel 22

א ומקומו מושכר לו ועישור אחר שאני עתיד למוד נתון לעקיבא בן יוסף כדי שיזכה בו לעניים ומקומו מושכר לו
1 und der Platzsei ihm vermietet. Der andereZehnt, den ich zumessen werde, sei A͑qiba, dem Sohne Josephs, gegeben, daß er ihn für die Armen erwerbe, und der Platz sei ihm vermietet.
ב וכי רבי יהושע ורבי עקיבא בצד שדהו של רבן גמליאל היו עומדין
2 Befanden sich denn R. Jehošua͑ und R. A͑qiba neben dem Felde R. Gamliéls!?
ג אמר ליה דמי האי מרבנן כדלא גמרי אינשי שמעתא
3 Dieser erwiderte: Dieser Jünger glaubt, die Leute hätten keine Halakha gelernt.
ד כי אתא לסורא אמר להו הכי אמר עולא והכי אותביתיה אמר ליה ההוא מרבנן רבן גמליאל מטלטלי אגב מקרקעי הקנה להם רבי זירא קבלה רבי אבא לא קבלה
4 Als er nach Sura kam, erzählte er ihnen, dies habe U͑la gesagt, und das habe er gegen ihn eingewendet. Da erwiderte ihm ein Jünger: R. Gamliél hatte ihnen die beweglichen Sachen mittelst der unbeweglichen zugeeignet. R. Zera erkannte dies an, R. Abba erkannte dies nicht an.
ה אמר רבא שפיר עביד דלא קבלה וכי לא היה להם סודר לקנות ממנו בחליפין אלא טובת הנאה אינה ממון לקנות ממנו בחליפין הכא נמי טובת הנאה אינה ממון לקנות על גבי קרקע
5 Raba sprach: Er hat recht, daß er dies nicht anerkannte; hatten sie etwa nicht ein Sudarium, mittelst dessen sie [den Zehnten] durch Tausch eignen konnten!? Du mußt also erklären, der Danksei kein Geldersatz, um dafür etwas durch Tausch eignen zu können, ebenso ist der Dank kein Geldersatz, um dafür etwas mittelst Grundstücke eignen zu können.
ו ולא היא מתנות כהונה נתינה כתיבא בהו חליפין דרך מקח וממכר הוא מטלטלין אגב מקרקע נתינה אלימתא היא
6 Dies ist aber nichts; bei den Priestergaben wird der Ausdruck ‘geben’gebraucht, dagegen ist der Tausch eine geschäftsmäßige Handlung; die Übergabe von Mobilien durch Immobilien ist eine richtige Gabe.
ז רב פפא אמר דעת אחרת מקנה אותן שאני
7 R. Papa erklärte: Anders verhält es sich, wenn ein anderer den Besitz zueignet. –
ח ומנא תימרא דתנן ראה אותן רצין אחר המציאה כו' ואמר רבי ירמיה אמר רבי יוחנן והוא שרץ אחריהן ומגיען ובעי רבי ירמיה במתנה היאך קבלה מיניה רבי אבא בר כהנא אע"פ שרץ אחריהן ואין מגיען מאי טעמא לאו משום דדעת אחרת מקנה אותן שאני
8 Woher entnimmst du es? – Wir haben gelernt: Wenn jemand andere hinter einem Funde herlaufen sieht &c. Hierzu sagte R. Jirmeja im Namen R. Joḥanans, nur wenn er hinter ihnen herlaufen und sie erreichen kann; darauf bezugnehmend fragte R. Jirmeja, wie es sich bei einem Geschenkeverhalte, and R. Abba b. Kahana erkannte esan [und lehrte:] selbst wenn er, wenn er hinter ihnen herläuft, sie nicht erreichen kann. Doch wohl aus dem Grunde, weil es anders ist, wenn ein anderer den Besitz zueignet.
ט אמר ליה רב שימי לרב פפא הרי גט דדעת אחרת מקנה אותה ואמר עולא והוא שעומדת בצד ביתה או בצד חצרה שאני גט דאיתיה בעל כרחה
9 R. Šimi sprach zu R. Papa: Bei einem Scheidebriefe wird ja der Besitz von einem anderen zugeeignet, dennoch sagte U͑la, nur wenn [die Frau] sich neben ihrem Hause oder ihrem Hofebefindet!? – Anders verhält es sich bei einem Scheidebriefe, in dessen Besitz sie gegen ihren Willen gelangt.
י מתקיף לה רב ששת בריה דרב אידי ולאו קל וחומר הוא ומה גט דאיתיה בעל כרחה אי עומדת בצד ביתה ובצד חצרה אין אי לא לא מתנה דמדעתיה לא כל שכן
10 R. Šešeth, Sohn des R. Idi, wandte ein: [Durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere ist ja [das Entgegengesetzte] zu folgern: wenn ein Scheidebrief, in dessen Besitz sie gegen ihren Willen gelangt, nur dann in ihren Besitz gelangt, wenn sie sich neben ihrem Hause oder ihrem Hofe befindet, sonst aber nicht, um wieviel mehr ein Geschenk, das nur mit Zustimmungin seinen Besitz gelangt!?
יא אלא אמר רב אשי
11 Vielmehr, erklärte R. Aši,